Teams:

Lotus (1991/1992):
Seine erste Formel-1-Saison bestritt Mika Häkkinen 1991 in einem Lotus-Judd des Team Lotus, das von Peter Collins geleitet wurde. Mikas Debüt-Rennen fand beim US-Grand Prix in Phoenix statt, für das er sich als hervorragender 13. qualifizierte. Bereits nach wenigen Runden löste sich das Lenkrad des Wagens während der Fahrt, als Mika über eine Bodenwelle fuhr und sein Knie den Schnellverschluss öffnete! Das Problem konnte an der Box behoben werden, doch sein Rennen wurde durch einen Motorschaden vorzeitig beendet. Aber Häkkinen hatte die Fachwelt beeindruckt.

Für die ersten fünf Rennen 1991 war Julian Bailey, ein Engländer, Mikas Teamkollege, der sich jedoch schwer tat und sich nur einmal qualifizieren konnte. Er wurde danach von Johnny Herbert ersetzt, der auch 1992 für Lotus fahren sollte. Häkkinens bestes Ergebnis in diesem Jahr war ein 5. Platz in Imola, mit dem er auch seine ersten WM-Punkte einfuhr. Mit diesen 2 Punkten wurde er 15. in der Weltmeisterschaft. Dass er sich in Frankreich nicht für das Rennen qualifizieren konnte, zeigt die Leistungsfähigkeit seines Wagens. Herberts bestes Resultat war ein 7. Platz in Spa (Belgien).

McLaren (1993 bis 2001):
Zur Saison 1993 wechselte Mika Häkkinen zum McLaren-Rennstall. Doch er wurde nur die letzten drei Rennen eingesetzt, da es zuerst keinen Platz für den jungen Finnen gab. Er war also nur Ersatzfahrer.
Die "richtigen" Fahrer waren Michael Andretti und Ayrton Senna. Obwohl der Vertrag für Senna die ganze Saison noch nicht bestätigt war und McLaren fast die ganze Saison mit Senna verhandelte, fand Mika drei Rennen vorm Ende der Saison 93 einen Platz neben dem Brasilianer und ersetzte somit Andretti. Senna wechselte für 1994 zu Williams. 1994 starb er jedoch bei einem Unfall im vierten Rennen der Saison in Imola...

Nachdem Mika Häkkinen bei seinem Debütrennen in Estoril im Qualifying auf Anhieb schneller gewesen war als der dreifache Weltmeister Ayrton Senna, fuhr der Finne beim folgenden Grand Prix im japanischen Suzuka sogar auf's Podium und bewies damit sein Potenzial. 1994 belegte Häkkinen - McLaren war inzwischen von Ford- zu Peugeot-Motor gewechselt - mit 26 Zählern WM-Rang vier und lag damit lediglich hinter Weltmeister Michael Schumacher, dem Briten Damon Hill, sowie Gehard Berger (Österreich). 1995 beendete Mika die Saison als Siebter und sammelte insgesamt siebzehn Punkte. Ein schwerer Unfall beim Saisonfinale in Adelaide (Australien) bei dem Häkkinen fast ums Leben kam konnte den "Fliegenden Finnen" nicht davon abhalten, auch in der Saison 1996 in der Formel 1 zu starten. Ein weiterer Motorenwechsel auf Aggregate von Mercedes-Benz bedeutete einen erneuten Wechsel des Teamnamens zu McLaren-Mercedes - die Bezeichnung hat bis heute Bestand.

Nach Platz fünf im Gesamtklassement '96 sicherte sich Mika Häkkinen nach einigen Enttäuschungen 1997 - der Finne fiel mehrmals in Führung liegend wegen technischer Defekte aus - im letzten Rennen seinen ersten Formel-1-Sieg. In Jerez de la Frontera ließ ihn der Kanadier Jacques Villeneuve auf dessen sicherer Fahrt zum Titel - Kontrahent Michael Schumacher war zuvor ausgeschieden - in der letzten Kurve passieren und auch Teamkollege David Coulthard zog vorbei. Der erste Doppelsieg für die Paarung McLaren Mercedes war somit perfekt. Und es war gleichzeitig der Auftakt einer Ära: 1998 stürmte Mika Häkkinen mit acht Siegen zum verdienten Weltmeisterschafts-Titel, den selbst Michael Schumacher mit sechs Triumphen nicht verhindern konnte. Zudem wurde McLaren-Mercedes auch dank der Hilfe David Coulthards Konstrukteurs-Weltmeister. 1999 überquerte Mika zwar nur fünf Mal als Erster die Ziellinie, es reichte jedoch zum Fahrertitel. Michael Schumacher war nach seinem Beinbruch in Silverstone raus aus dem WM-Kampf, Teamkollege Eddie Irvine konnte mit vier Saisonsiegen Häkkinen zwar unter Druck setzen, aber letztendlich nicht bezwingen. Das Jahr 2000 war das Jahr von Michael Schumacher, der mit neun Siegen der Konkurrenz weit überlegen war. Mika blieb nach einem spannenden Duell beim vorletzten Rennen in Suzuka also nur der Vizetitel.

Nach einer frustrierenden Saison 2001 zog sich der Finne schließlich aus der Formel 1 zurück. Nach zahlreichen bitteren Ausfällen, darunter dem in Barcelona, als der Mika in Führung liegend nach einem überlegenen Rennen in der letzten Runde mit Motorschaden ausgefallen war, entschied sich der Familienvater trotz zweier beeindruckender Siege in Silverstone und Indianapolis für eine Auszeit - letztendlich sollte sie, was die Formel 1 angeht, für immer sein.

Weitere Informationen über Mikas Karriere finden Sie im Bereich Formel 1.