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Daten und Fakten: Oschersleben

Von Felix Matthey 5-.-0.2007

Die Wiedervereinigung Deutschlands machte Dinge möglich, die zu anderen Zeiten kaum denkbar gewesen wären. Im Jahr 1989 zeigte der Automobilclub Oschersleben den Brüdern Hans-Joachim und Hans-Peter Klein die Möglichkeit auf, eine neue Rennstrecke in Deutschland entstehen zu lassen. Beide waren dem Renn- und Rallyesport schon lange eng verbunden. Die 3. permanente Rennstrecke Deutschlands nahm Gestalt an. Leider verstarb Hans-Joachim Klein unerwartet im Oktober 1993 - nur ein Jahr nach Beginn der Planungsarbeiten. Sein Bruder Hans-Peter verfolgte jedoch weiterhin das Ziel, die modernste und höchsten Sicherheitsstandards entsprechende Rennstrecke in Europa zu bauen. Im Juni 1996 begannen die Arbeiten, am 25. Juli 1997 wurde der MOTOPARK Oschersleben eröffnet.

Der 3,667 Kilometer lange Rennkurs weist eine Breite von 11 bis 13 Metern auf. Der Höhenunterschied beträgt 23 Meter, insgesamt sind 14 Kurven zu absolvieren und der Topspeed wird am Ende der Start-Ziel-Geraden erreicht. Eine Besonderheit macht den "Bördekurs" gerade bei den Fans sehr beliebt: Alle Zuschauerbereiche sind sechs bis acht Meter oberhalb der Rennstrecke angelegt. Dies bringt nicht nur eine enorme Übersichtlichkeit, sondern ermöglichte auch einen geringen Abstand bis zum Streckenrand.

Für die 2007er Ausgabe gibt es zwei nennenswerte Änderungen am Streckenlayout. So wurde die erste Kurve durch einen 90-Grad-Knick entschärft, in der dreifachen Links-Kurve im Infield sind die Auslaufzonen nun asphaltiert.

Mika Häkkinen erklärte vor dem zweiten Saisonlauf in Oschersleben: "Durch die umgebaute erste Kurve wird die Strecke physisch noch fordernder, denn wir bremsen hier aus über 230 km/h auf rund 70 km/h ab, und das im Rennen 44mal. Das sollte aber Ausbremsmanöver ermöglichen, was gut für die Zuschauer ist. Wir haben viel Potenzial und werden dieses zeigen und umsetzen."

Sieger:
2000 (1) Manuel Reuter (Opel)
2000 (2) Manuel Reuter (Opel)
2000 (3) Uwe Alzen (Opel)
2000 (4) Bernd Schneider (Mercedes-Benz)
2001 Marcel Fässler (Mercedes-Benz)
2004 Tom Kristensen (Audi)
2005 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2006 Tom Kristensen (Audi)




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