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Häkkinen zieht DTM-Fans in seinen Bann

Von F1Racing.de 4-.-0.2005

Das neue Aushängeschild der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) heißt eindeutig Mika Häkkinen. Überall wurde der Finne im freien Training vor dem Saisonstart am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) von einem Blitzlichtgewitter der Fotografen und dutzenden Fernsehkameras begleitet. Vor der Mercedes-Box herrschte Hochbetrieb, der Kampf um den besten Schnappschuss nahm fast kein Ende.

Der neue Superstar der DTM genoss den Rummel sichtlich. Nach genau 1277 Tagen ohne Rennatmosphäre konnte es Häkkinen selbst kaum erwarten. Pünktlich um 8.30 Uhr stürmte der "fliegende Finne" aus seiner Box, um als erster Fahrer am Freitagmorgen auf die Strecke zu fahren. Am 14. Oktober 2001 hatte Häkkinen in Suzuka/Japan sein letztes Formel-1-Rennen für McLaren-Mercedes bestritten - und hatte nach 161 Rennen, 20 GP-Siegen und zwei WM-Titeln (1998, 1999) der Formel 1 den Rücken gekehrt, um als Frührentner in den vorläufigen Ruhestand zu gehen.

"Ich bin sehr zufrieden. Wir haben unterschiedliche Fahrwerksabstimmungen ausprobiert und wissen, was wir noch verbessern können. Das Ziel war, das Auto optimal auf das Rennen vorzubereiten", sagte der "fliegende Finne" nach seinem ersten DTM-Arbeitstag. Eine Prognose für seinen ersten Kampf um die Pole Position wagte er aber nicht. "Es ist sehr schwer, darüber etwas zu sagen. Ich glaube nicht, dass heute jeder Fahrer sein ganzes Potential gezeigt hat", meinte er.

"Das DTM-Fahrerfeld ist durch Mika Häkkinen noch stärker geworden, als es ohnehin schon war. Keine Rennserie der Welt wird geschwächt, wenn ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister an ihr teilnimmt", sagte Frentzen. Auch Audi-Pilot Tom Kristensen (Dänemark) freute sich über den neuen Konkurrenten. "Seine Verpflichtung ist für die DTM eine tolle Sache. Ich hoffe natürlich nicht allzu oft seine Rücklichter zu sehen", meinte der sechsmalige Le-Mans-Sieger, der am Freitag als Trainingsschnellster den früheren Formel-1-Piloten Jean Alesi (Frankreich), Jamie Green (Großbritannien/beide Mercedes) sowie Titelverteidiger Mattias Ekström aus Schweden (Audi) auf die Plätze verwies.

Bei seinen ersten Runden im Motodrom von Hockenheim saßen schon am frühen Morgen ein paar tausend Zuschauer auf den Tribünen und bereiteten dem in Deutschland sehr beliebten Finnen einen tollen Empfang. Doch Häkkinen ist ein stiller Star, der niemandem mehr etwas beweisen muss: "Der Spaß an der DTM steht für mich an erster Stelle."

Der 36-Jährige wirkte voll motiviert und hoch konzentriert, was man an seinem Mienenspiel deutlich erkennen konnte. Boxenstopps und Startversuche standen als erstes auf dem Programm, und via Monitor beobachte er anschließend die Trainingszeiten der Rivalen, während seine Ingenieure Veränderungen am Fahrzeug vornahmen. Seine Gegner werden ihm aber nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, denn für sie zählt nur eins: Häkkinen das Leben in der DTM so schwer wie möglich zu machen.




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