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Der
"fliegende Finne" greift in der DTM
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Von
F1Racing.de/sid
13.04.2005
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Mika
Häkkinen hat vor seinem Debüt
bei der DTM am kommenden Sonntag die
Erwartungen auf schnelle Siege
gedämpft. Im aktuellen Interview
spricht der Finne über seine ersten
Eindrücke.
Frage: "Ihr erstes DTM-Rennen
rückt immer näher. Sind Sie
immer noch entspannt oder doch ein
bisschen nervös?"
Mika Häkkinen: "Ich bin schon noch
entspannt. Aber ich weiß, wenn ich
gewinnen und erfolgreich sein will, noch
nicht im ersten Rennen, sondern im Laufe
des Jahres, kann ich mich nicht einfach
zurücklehnen. So funktioniert das
nicht. Man darf zuversichtlich sein, aber
nicht zu sehr. Es ist harte Arbeit,
immer."
Frage: "Besonders, wenn man in einer
Serie wie der DTM antritt, mit vielen
guten Fahrern und geringen
Zeitabständen ..."
Häkkinen: "Ich bin sicher, dass
es sehr schwierig und eine große
Herausforderung sein wird. Es gibt viele
sehr talentierte und einige sehr erfahrene
Piloten."
Frage: "Ihr früherer
Formel-1-Kollege Heinz-Harald Frentzen
hatte im vorigen Jahr in seiner ersten
DTM-Saison große Probleme. Haben Sie
ein bisschen Angst, dass es Ihnen genau so
gehen könnte?"
Häkkinen: "Nicht wirklich. Ich
bin bei Mercedes in sehr guten
Händen. Das ist ein großartiges
Team mit viel Erfahrung, das die
Meisterschaft schon oft gewonnen hat. Ich
mache mir keine Sorgen, denn ich habe ein
gutes Paket. Aber ich weiß, dass die
Rundenzeiten sehr eng beieinander liegen.
Wenn Du zwei, drei, vier Zehntel hinter
der Pole Position bist, kannst Du Zehnter
oder Elfter sein. Ein Desaster, obwohl es
eigentlich fast gar nichts ist. Ich
versuche, meine Leistung zu maximieren.
Ich setze mich aber nicht zu sehr unter
Druck, ich fühle mich gut."
Frage: "Mussten Sie Ihren Fahrstil
für die DTM ändern? Und wo
liegen vielleicht die größten
Unterschiede?"
Häkkinen: "Ja, ich habe meinen
Stil verändert. In einem DTM-Auto
sitzt man fast auf der Hinterachse. Das
ist ganz anders als in der Formel 1. Das
Gefühl, wenn das Auto in die Kurve
rutscht, ist unterschiedlich, auch das
Bremsen. Daran muss man sich anpassen. In
der Formel 1 spielt das Gewicht des Autos
in den Kurven keine Rolle, weil alles so
leicht ist. In einem DTM-Auto muss man das
Gewicht ausnutzen. In der Formel 1 muss
man manchmal sehr aggressiv fahren, um die
Reifen oder andere Dinge zum Arbeiten zu
bringen. Macht man das in der DTM, wird
man verlieren, man verliert die Balance,
überhitzt die Reifen. Man darf nicht
zu hart fahren, aber auch nicht zu
vorsichtig, dann funktionert es auch
nicht. Es ist schwer, genau den richtigen
Bereich zu finden."
Frage: "Wer werden Ihrer Meinung nach
die härtesten Konkurrenten in der DTM
sein?"
Häkkinen: "Norbert Haug! (lacht)
Aber im Ernst: Ich weiß es noch
nicht. Es werden aber nicht ein oder zwei
Fahrer sein, sondern eine ganze
Reihe."
Frage: "Um ein paar Namen zu nennen:
Wie schätzen Sie Titelverteidiger
Mattias Ekström ein?"
Häkkinen: "Er ist extrem
talentiert. Er wird wieder sehr schwer zu
schlagen sein."
Frage: "Ihre Teamkollegen Bernd
Schneider und Gary Paffett?"
Häkkinen: "Alle haben Erfahrungen mit
DTM-Autos. Bernd Schneider ist schon sehr
lange dabei, er kennt alle Tricks und ist
sehr schnell. Gary Paffett kenne ich als
Fahrer noch nicht so gut, nur als Person.
Er kann zwar nicht Golf spielen, aber er
ist ein netter Kerl."
Frage: "Bekommen Sie Hilfe von Ihren
Teamkollegen? Sind Sie schon in ein paar
Geheimnisse eingeweiht worden?"
Häkkinen: "Zwischen uns gibt es keine
Probleme, sie sagen mir, was ich wissen
möchte. Außerhalb des Autos
gibt es keinen Wettbewerb, nur im Rennauto
kämpfen wir gegeneinander. Wir haben
keine Geheimnisse."
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