Formel 1:

1999 - Mikas zweiter WM-Titel

Nach dem Titelgewinn der Konstrukteurs- und Fahrer-Wertung 1998, reichte es 1999 "nur" für den Fahrertitel; der Team-Pokal ging an den Ferrari-Rennstall. Einen peinlichen Doppelausfall hatte McLaren-Mercedes beim Auftakt in Melbourne (Australien) zu verzeichnen: Im Vorjahr mit einem Doppelsieg noch glorreich, kam durch eine unabgesprochene Ausfahrt aus der Box - Mikas MP 4-14 war noch an Kabel angeschlossen - im Qualifying in der McLaren-Box ein Teil der Decke herunter, verletzt wurde Gott sei Dank niemand. Nach einer Doppelpole im Abschlusstraining durch Häkkinen und Coulthard sah alles nach einem erneuten Triumph der "Silberpfeile" aus.

Im Rennen erlagen beide McLaren jedoch technischen Problemen, sodass Eddie Irvine (Ferrari), nach dem problematischen Rennen seines Teamkollegens Michael Schumacher, seinen ersten Grand Prix gewinnen konnte. Die Saison 1999 verlief jedoch auch nach dem Sieg beim zweiten Rennen in Brasilien für Mika nicht annähernd so einfach, wie die von 1998. Schumacher war wieder einmal Mikas ärgster Konkurrent, crashte jedoch beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone und trug von diesem einen Beinbruch davon - er fiel bis ein Rennen vor Saisonende aus. Somit musste Irvine für die Scuderia Ferrari die Kohlen aus dem Feuer holen und siegte nach Australien auch in Österreich, Deutschland und - mit Hilfe vom wiedergekehrten Michael Schumacher - auch beim vorletzten Grand Prix 1999 in Sepang. Mika Häkkinen entschied insgesamt fünf GP für sich, wobei er in Hockenheim und Monza einmal aufgrund eines Reifenplatzers, beim anderen Mal aufgrund eines Fahrfehlers ausschied.

Trotz alle dem gewann Mika durch einen tadellosen und überzeugenden Sieg beim letzten Rennen in Japan zum zweiten Mal in seiner Formel-1-Karriere die Weltmeisterschaft, Vize-Weltmeister wurde ein bis dato als WM-Favorit gehandelter Eddie Irvine.

Infos über den MP4-14
Fotos aus der Saison 1999